Clearing

 

Emp­fän­ger
Kin­der, Jugend­li­che und deren Fami­li­en

Gesetz­li­che Grund­la­gen
§§ 27 SGB VIII i.V.m. § 31 KJHG

bicolor-quadrat  Zie­le

Clea­ring ist eine Hil­fe für Fami­li­en, Teil­fa­mi­li­en und Jugend­li­che, die eine Kri­sen­si­tua­ti­on nicht durch eige­ne Res­sour­cen klä­ren und bewäl­ti­gen kön­nen.

Im Clea­ring wer­den kei­ne Ent­schei­dun­gen getrof­fen, son­dern fami­li­en­ei­ge­ne Lösun­gen, Zie­le und Res­sour­cen gesucht und akti­viert. Bei einer Beauf­tra­gung durch das Jugend­amt legt die Clea­ring­stel­le die Ergeb­nis­se des Clea­rings dem Jugend­amt als Bericht vor und bie­tet damit eine fun­dier­te Basis für eine lösungs- und res­sour­cen­ori­en­tier­te Ent­schei­dungs­fin­dung inner­halb des inter­nen Ent­schei­dungs­pro­zes­ses im Jugend­amt.

bicolor-quadrat  Metho­den

  • Inter­ven­ti­ons­dia­gnos­tik
  • Sozio­gramm und Geno­gramm
  • Nut­zung pro­jek­ti­ver Test­ver­fah­ren (bspw. Sce­no­test, Satz­er­gän­zungs­test, Fami­li­en­auf­stel­lung)
  • Sozi­alana­mne­se (Gesprä­che mit sozia­lem Umfeld und Insti­tu­tio­nen nebst anschlie­ßen­der Doku­men­ta­ti­on) und Beob­ach­tun­gen, evtl. Video­auf­zeich­nun­gen
  • kol­le­gia­ler Aus­tausch in einem mul­ti­pro­fes­sio­nel­len Team

 

bicolor-quadrat  Inhal­te

  • Erfas­sung der aktu­el­len Situa­ti­on unter den Gesichts­punk­ten: Gewalt­er­fah­rung, Miss­brauchs­er­fah­rung, gesund­heit­li­che Gefähr­dung, Auf­sichts­pflicht­ver­let­zung und Kri­mi­na­li­tät
  • Erfas­sung der aktu­el­len finan­zi­el­len Situa­ti­on der Fami­lie (mate­ri­el­le Ver­sor­gung)
  • Dar­stel­lung der Bedar­fe des Kin­des (der Kin­der) in Bezug auf die gesun­de Ent­wick­lung (För­de­rung)
  • Erfas­sung der vor­han­de­nen Bin­dungs­struk­tu­ren inner­halb des Fami­li­en­sys­tems (emo­tio­na­le Sicher­heit)
  • Auf­neh­men und Sicht­bar­ma­chen aller vor­han­de­nen Res­sour­cen
  • Abklä­rung einer mög­li­chen bestehen­den bzw. dro­hen­den Kin­des­wohl­ge­fähr­dung nach § 8a KJHG. Hier erfolgt die direk­te Kon­takt­auf­nah­me zum zustän­di­gen Mit­ar­bei­ter des beauf­tra­gen­den Jugend­am­tes.

 

Auftragserteilung

Anfra­ge des Mit­ar­bei­ters des zustän­di­gen Jugend­am­tes

Vor­la­ge des Berich­tes über die fami­liä­re Situa­ti­on durch den Mit­ar­bei­ter des Jugend­am­tes

Kol­le­gia­ler Aus­tausch mit dem Mit­ar­bei­ter des Jugend­am­tes, zwei Mit­ar­bei­ter von föbe und im Ein­zel­fall bei Bedarf wei­te­re Per­so­nen, wie z.B. Leh­rer, Erzie­her, Psy­cho­lo­gen, Kin­der­arzt, Ver­fah­rens­bei­stand, Betreu­er

Gemein­sa­mer Ter­min mit dem Mit­ar­bei­ter des Jugend­am­tes, zwei Mit­ar­bei­ter von föbe und der Fami­lie Dar­stel­lung des Auf­tra­ges und Abstim­mung dar­über, ob die Betei­lig­ten zur Zusam­men­ar­beit grund­sätz­lich bereit sind

Unter­zeich­nung der Schwei­ge­pflich­t­ent­bin­dung

Auf­trags­an­nah­me und Ter­min­ver­ein­ba­rung für das Abschluss­ge­spräch mit allen Betei­lig­ten

Kurz vor die­sem Gespräch liegt allen Betei­lig­ten ein Abschluss­be­richt des Clea­rings vor.

Eine Emp­feh­lung soll­te gemein­sam mit den Mit­ar­bei­tern des Jugend­am­tes und föbe erar­bei­tet wer­den und im Anschluss dar­an mit der Fami­lie bespro­chen wer­den.

Die Zustän­dig­keit ver­bleibt wäh­rend des Clea­rings bei dem fall­ver­ant­wort­li­chen Mit­ar­bei­ter des zustän­di­gen Jugend­am­tes.

 

Zeitrahmen und Umfang

Die Dau­er der Maß­nah­me ist in der Regel auf drei bis sechs Mona­te begrenzt.

Das Clea­ring ist lösungs- und res­sour­cen­ori­en­tiert, sowie ziel­ge­rich­tet aus­ge­legt.

 

Team

Ent­wick­lungs­psy­cho­lo­gi­sche Bera­te­rin
Diplom-Päd­ago­gin
Diplom-Sozi­al­ar­bei­te­rIn­nen
Diplom-Sozi­al­päd­ago­gin­nen
Thea­ter­päd­ago­gin
sys­te­mi­sche Fami­li­en­the­ra­peu­ten
Heil- und Son­der­päd­ago­gin­nen
Trau­ma-Bera­te­rin und ‑Päd­ago­gin
Opstap­je-Bera­te­rin